Montag

Heute hatte Papa normale Laune. Nicht die Beste, aber auch nicht die Schlechteste.

Dafür sollte ich dann mit ihm heute einkaufen fahren.

Also, ich hatte dann mal früh Schule aus, durfte direkt um 11:30 wieder heim, wo ich doch erst um 9:40 zur Schule gekommen war – ja, das sind die entspannten Tage, wo die Lehrer dann alle krank sind.

Ich kam dann nach Hause und auf dem Weg nahm ich einen Anruf von Papa entgegen. Er fragte, ob ich mit ihm einkaufen fahren wolle. Eigentlich hatte ich überhaupt keine Lust darauf, denn immer, wenn ich früh Schule aus habe, muss ich mit einkaufen fahren. Ich habe aber trotzdem Ja gesagt, aus Angst, dass Papa sonst alleine fährt.

Zuhause habe ich dann festgestellt, dass es Mutter nicht gut geht. Sie hat sich wohl irgendeinen Darminfekt eingefangen, kurz um Mama gekümmert, ein bisschen gequatscht, damit sie sich was ablenken kann vom ganzen Übel sein und so was und dann hab ich mir auch gleich den Autoschlüssel geschnappt, um die Einkaufstour mit Papa schnell hinter mich zu bringen.

Unser Ziel war es eigentlich, einen neuen Mülleimer und eine Musik-CD zu kaufen.

Beim Möbelhaus (Nein, nicht IKEA) haben wir Ausschau nach einem Mülleimer gehalten aber wie das ja so ist, man will die Kunden förmlich zum Kaufen zwingen. Um an einen dämlichen Mülleimer zu kommen, mussten wir durch das ganze Erdgeschoss, an den Sofas vorbei, an den Kleiderschränken und an den Teppichen und was noch all da stand. Ich hasse Möbelhäuser. Aber Papa gefiel es, er wollte auch gleich eine Couch kaufen, wovon Ich ihn aber abgehalten habe, unsere Couch ist zwar an seiner Stelle schon was durchgesessen, aber das Geld haben wir trotzdem nicht.

Beim Mülleimer angekommen haben wir dann auch gleich ein wenig gestritten, denn irgendwie hat keiner Mama so wirklich verstanden, was für einen Mülleimer sie haben wollte. Eine Tretmülltonne oder einen Schwingklappeneimer. Wir haben dann einen „Push“-Eimer genommen – wie sich später herausstellte genau der, den Mama nicht haben wollte.

Da wir das ja nicht wussten, obwohl wir Mama noch angerufen haben, und ihr mit Mühe und Not erklären wollten, WAS für ein Mülleimer jetzt genau vor uns steht, sind wir weiter zum Elektronikfachhandel.

Papa ist im Laden rumgeirrt, mit dem Hintergedanken sich irgendetwas kaufen zu müssen und hatte mir kurz vorher den Auftrag erteilt, ein gewisses Album zu kaufen. Die Aktion hat nicht einmal 2 Minuten gedauert, da fiel Papa ein, was er noch brauchte.

Aus der erhofften 1/2 Stunden Shoppingtour wurden locker mal 3 Stunden, mein geplantes Aufräumen meines Zimmers fiel deshalb weg, meine Nerven gleich mit. Die hätte man dann auch gleich im neuen Mülleimer entsorgen können, denn wie sich herausstellte ist die Klappe für unseren Haushalt viel zu klein. Umtauschen wollte ich den heute allerdings nicht mehr.

Ein gutes hatte der Tag aber:

Ein bisschen aufgeräumt habe ich dennoch. Und meine Kreativität, die vor lauter Stress die letzten Tage anscheinend ausgezogen ist, hat sich heute wieder bei mir gemeldet und mir einen Geistesblitz verschafft, der mich in meiner Mappe für das Kommunikationsdesignstudium ein Stück weitergebracht hat. Ein Hoch auf die Nerven, die besten Freunde der Kreativität.

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